Irland Tipp

Irland ist die westliche, kleinere Insel der beiden großen nordwesteuropäischen Inseln, welche generell, jedoch nicht unumstritten, als die Britischen Inseln bekannt sind. Sie ist ca. 450 km lang und ca. 260 km breit und liegt im Atlantik. Insgesamt hat sie eine Fläche von etwa 84.421 km². Man bezeichnet Irland auch als die "Grüne Insel". Der englische Name der Insel lautet Ireland, der irische Name Éire. Der lateinische Name lautet Hibernia („Winterland“). Er geht vermutlich auf das ältere Ivernia zurück, eine latinisierte Form des griechischen Namens Ierne („Irland“), der von dem antiken Geographen Pytheas stammt.

Auf der Insel liegen die Republik Irland und Nordirland, welches ein Teil des Vereinigten Königreichs ist. An der Küste gelegene Berge umgeben zentrale Ebenen. Carrauntuohill ist mit 1041 Metern der höchste Berg. Der Shannon ist der längste Fluss.

Irland ist im allgemeinen weniger artenreich als das europäische Festland oder die Nachbarinsel Großbritannien. Dies liegt vor allem daran, dass Irland nach der Eiszeit relativ schnell durch die steigenden Meeresspiegel isoliert wurde. Von den nur 31 in Irland heimischen Säugetieren sind einige, wie der Dachs, der Rotfuchs oder der Igel sehr häufig, während andere, wie der Rothirsch nur in Nationalparks anzutreffen sind.

Irland wurde im Mittelalter in vier (zeitweise fünf) Provinzen (engl. province, ir. cúige) eingeteilt: Ulster im Norden, Connacht (früher geläufige englische Schreibung: Connaught) im Westen, Munster im Südwesten und Leinster im Südosten und Osten. Die Provinzen waren in der Vorzeit wichtige Regionen, sind aber seit langer Zeit politisch bedeutungslos. Jedoch fühlen sich viele Iren "ihrer" Provinz zutiefst zugehörig. Heute sind die Provinzgrenzen im Allgemeinen entlang der Grafschaftsgrenzen gezogen:

Ulster stimmt bis auf die Grafschaften (engl. county, ir. condae) Donegal, Cavan und Monaghan mit Nordirland (Sechs Grafschaften: Antrim, Armagh, Down, Fermanagh, Derry und Tyrone), überein.

  • Connacht umfasst die Grafschaften Galway, Mayo, Sligo, Leitrim und Roscommon.

  • Connacht umfasst die Grafschaften Galway, Mayo, Sligo, Leitrim und Roscommon.

  • Munster setzt sich aus Cork, Kerry, Limerick, Clare, Tipperary und Waterford zusammen.

  • In Leinster liegt die Hauptstadt der Republik Irland Dublin, die gleichzeitig auch eine eigene Grafschaft bildet. Weiterhin sind in Leinster die Grafschaften Wexford, Carlow, Kilkenny, Wicklow, Kildare, Offaly, Laois, Meath, Westmeath, Longford und Louth vertreten.
1845 – 1849 wütete in Irland eine Hungersnot, die noch heute als die Große Hungersnot bekannt ist. Sie war die schrecklichste von mehreren Hungerkatastrophen in Irland während des 19. Jahrhunderts. Diese fünf Jahre andauernde Hungersnot bestand aus vier großen Hungersnöten, die in den Jahren 1845, 1846, 1848 und 1849 dicht aufeinander folgten.

Wegen eines explosionsartigen Bevölkerungswachstums erreichte die Einwohnerzahlen in Irland um 1845 etwa 8,5 Millionen. Im Jahr 1845 wurde beinahe die gesamte Kartoffelernte durch die Kraut- und Knollenseuche zerstört. Trotz der drohenden Hungersnot lehnte die damals noch britische Regierung jede finanzielle Unterstützung ab. Außerdem begann sie erst 1847 Suppenküchen für die Hungernden einzurichten. Um die wegen der spärlichen Hilfeleistungen unruhige Bevölkerung unter Kontrolle zu halten, wurden 1847 16.000 Soldaten nach Irland entsandt, und in manchen Regionen wurde das Kriegsrecht ausgerufen. Durch die Hungersnot und Folgekrankheiten(Typhus, Cholera) starben ungefähr eine Million Menschen. Weitere 700.000 wanderten nach Großbritannien oder Nordamerika aus.